Traurigkeit vs Glück


"Traurigkeit gibt es viel öfter als Glück! Wer hat dir gesagt, dass man glücklich sein muss? Ich kannte früher Menschen, die sind jetzt alle tot und es ist nicht von Belang, ob sie glücklich waren."

Als ich diese Aussage gehört habe, dachte ich zuerst, dass dies doch absolut nicht stimmt. Das Ziel des Lebens ist doch glücklich zu sein! Oder nicht? Und dann bin ich tiefer gegangen, um einen tieferen Sinn dahinter zu entdecken und ich bin fündig geworden.

Tatsächlich ist es so, dass wir als Mensch das Gefühl haben, glücklich sein zu müssen, weil sich glücklich sein einfach gut anfühlt. Es ist auch nichts Falsches daran, glücklich sein zu wollen. Nein, es ist menschlich!

Wenn wir dieses „glücklich sein“ aus der Sicht unserer Seele betrachten, dann ist die Seele immerzu in einem „glücklich-sein“ Zustand und strebt danach die Traurigkeit durch den menschlichen Körper zu erfahren. Es kommt also einzig und allein darauf an, was der Mensch aus der Erfahrung der Traurigkeit macht, wie er damit umgeht. Ob er daraus negative oder positive Emotionen produziert oder es schafft das Gefühl der Traurigkeit einzig als vorhandenes Gefühl zu betrachten ohne es zu bewerten.

Wie in allen Gefühlen, liegt auch in der Traurigkeit eine grosse Kraft. Eine Kraft, die uns helfen kann, etwas zu beenden, um eine neue Richtung in unserem Leben einzuschlagen oder einfach dieses Gefühl der Traurigkeit zu erfahren, damit wir das Glück, welches wir haben, wieder sehen/spüren können.

Die alte Garde

Egal in welcher Branche ich auch lande, überall ist es mit den Lehrern das Gleiche. Sie erzählen, sprechen und erklären. Es macht vieles absolut Sinn. Ja, es hört sich gut an. Sie sind angesehene Vorbilder, denn sie sind berühmt. Sie haben es geschafft und sie sind sogar bereit, ihr grosses Wissen mit mir zu teilen. Wow! Fantastisch!

Da gehe ich an einen Kurs, ein Wochenendseminar oder lese ein Buch und am Ende habe ich das Gefühl, als hätte ich nur die Einleitung gelesen oder zwar viel gehört, viele Denkanstösse erhalten, aber mich keinen Schritt weiter bewegt. Kennst du das auch?

Ich nenne diese Lehrer die alte Garde. Die alte Garde beschützt Wissen welches nur der Garde vorbehalten ist. Sie geben nur scheinbar und oft nur für den Verstand. Doch ich möchte auch im Herzen berührt werden. Denn die eigene Wahrheit kann nicht nur allein mit dem Verstand erkannt werden. Die alte Garde hockt auf dem Kern des Wissens, wie ein Huhn auf ihren Eiern.

Wissen, nach dem wir als ganzer Mensch hungern, besteht nicht nur aus Worten. Dieses tiefe Wissen möchte uns vollkommen durch strömen, unser ganzes System durchfluten, mit allen Sinnen wahrgenommen werden. Erst dann können wir es auch vollkommen verstehen. Den Verstand zu füttern reicht nicht!

Die alte Garde hält sich hartnäckig und die Veränderung kommt nur langsam. Und doch kommen sie - die junge Generation, die dies erkannt hat und bereit ist ALLES zu geben. Sie ist auf dem Vormarsch.

Wenn man ALLES gibt, kann man NICHTS verlieren, man kann nur ALLES gewinnen.

Wenn du auf den Punkt kommst, den Kern der Sache weitergibst, dann teilst du dein wahres ich. Nur dein wahres Ich nährt und berührt nachhaltig. Genauso wie ein hungriges Baby an der Brust der Mutter. Es bekommt nicht nur Nahrung, sondern auch Liebe – es braucht unbedingt beides, um gedeihen und wachsen zu können.

Ich weiss nicht warum die alte Garde das Gefühl hat, dass sie etwas verlieren könnte. Diese Angst ist unbegründet! Egal, was ich weitergebe, der nächste wird es auf seine individuelle Weise weitertragen. Kopiert wird nur am Anfang. Eine Kopie von Etwas ist niemals das Original und so wird sich die Kopie auf ihrem Weg weiter entwickeln und schlussendlich etwas Neues sein.

Ich verstehe sowieso nicht, weshalb sich so viele angepisst fühlen, wenn sie kopiert werden. Schlechtes wird nie kopiert. NIE! Also ist es doch ein Kompliment. Wenn ich ein Kompliment erhalte, dann freue ich mich und bin dankbar. „Hey, ich wurde gesehen!“ Wie wunderbar!

Also schliesse ich mich der neuen Generation an und würdige die alte Garde. Sie hat vieles vorbereitet für den nächsten Schritt und den Weg geebnet für neue Abenteuer. Die alte Garde ist weder gut noch böse. Ihre Eier sind sind nun einfach ausgebrütet und die Küken sind bereit, die Welt zu erobern.

Es ist Zeit für Neues!

Vielen Dank, dass du meinen Beitrag gelesen hast. Wie immer - dies ist nur MEINE Wahrheit und sie soll dich zum Nachdenken anregen.